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the revenge of tim & puma mimi< back

cat-no: ACLP001
artist: tim & puma mimi
title: the revenge of tim & puma mimi
media: 12" vinyl / digital download
release date: 05/01/2006

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a1 jo-hatsu   2:46 listen
a2 blue nor red   3:51 listen
a3 the flashlight of yoko ono   0:45 listen
a4 toy story (extended remix version)   5:58 listen
a5 stairways to heaven (free interpretation)   1:46 listen
b1 namida (seelenluft's silvercity-bob remix)   5:55 listen
b2 after party (ohrstrom remix)   5:41 listen
b3 jo-hatsu (saalschutz remix)   5:23 listen         free mp3 / 7.50MB

remixers

release sheets & pressinfo

reviews & comments

09/03/2006
tonspion.de - schweiz-japanischer plastik-pop

eigenartig, dass manchmal die scheinbar einfachsten mittel die wirklich packenden songs hervorbringen. stakato-artig stolpern das zürcher/tokioer-elektro-pop-duo tim & puma mimi direkt ins herz und setzen sich dort fest.

die verbindung europa – japan hat bereits für einige musikalische achtungserfolge gesorgt. so konnte beispielsweise neben 8doogymoto auch das dresdner trio pitchtuner mit einem quietschigen und zugleich sehr housigen sound die kulturellen schnittstellen aufzeigen. ähnlich geschieht dies bei tim & puma mimi. 2004 veröffentlichten sie eine online-ep beim schweizer label alpinechic, deren tracks europaweit von djs gespielt wurde.

einige gute kontakte ergaben sich, so dass vier stücke nun auf vinyl mit remixen von seelenluft und saalschutz erscheinen. der sound ist roh, geprägt vom japanischen gesang von makiko mori. die beats laufen geradeaus, die melodien stammen von teilweise illustren geräten, so dass plastik-pop entsteht, der einfach spaß macht. „jo-hatsu“ im saalschutz-remix erklärt alles weitere. (jw)

http://www.tonspion.de


27/02/2006
trespass.ch - the revenge of tim & puma mimi

der zürcher christian fischer, bekannt von seelenluft und märklin, macht nach der aus dem jahr 2004 stammenden 4-track ep the adventures of tim & puma mimi mit der japanischen sängerin mimi ernst und veröffentlicht nun die dazugehörige cd the revenge of... die japanisch-schweizerische co-produktion spielt mit den clichés, die wir hier vom weit entfernten kaiserreich haben. mimi macht nicht nur auf dem cover auf teenie-girl, sondern noch viel mehr mit ihrem gesang. tim hingegen hat sich offenbar mehr mit der gameboy-generation beschäftigt und einen soundtrack für manga-comics oder tekken kreiert. musik für die wegwerfgesellschaft, eine plastik-welt, wie der song "toy story" und das cover (fotos von tim & mimi auf ein mini-grip/plastiksäcklein gedruckt) stylish anregen. die japanischen vocals geben dem ganzen einen sehr exotischen touch. man könnte in anbetracht der immer stärker werdenden asiatischen wirtschaft auch sagen: tim & puma mimi öffnen ein fenster in die zukunft. nicht umsonst wählte finetunes.de die cd gleich nach release zum "album of the week". das verspielte element im oft recht kompromisslosen und knackigen electro ist mimi überlassen und sie versteht es hervorragend, diese rolle auszufüllen. schliesst man die augen, sieht man die lichtreklamen von tokios häuserschluchten wie in einem film vorbeiziehen. das cover ist korrekt in schwarz-weiss gestaltet, die homepage setzt neue massstäbe in sachen minimalismus und irgendwie passt das schon. die experimentierfreudigkeit tims, der bei seelenluft übrigens auch flöte spielt, zeigt sich besonders in den songs "the flaschlight of yoko ono", dessen basstöne irgendwie mittels taschenlampe und lichtsensoren erzeugt wurden und "stairways to heaven" in einer sehr freien interpretation. mimi summt so vor sich hin, während sie offenbar ein treppenhaus hinunter- oder hinaufsteigt. als besondere zückerchen stellen sich die drei remixes von seelenluft, ohrstrom und saalschutz heraus. the revenge of tim & puma mimi ist im label alpinechic erschienen, welches sich auf web-releases spezialisiert hat. es versteht sich also von selbst, dass die tracks über die label-site erhältlich sind. live werden die beiden ungleichen typen, die unerwartet gut zusammen passen, von märklin-drummer marcel weber unterstützt. zu hören sind sie beispielsweise am 18.3. im gaswerk winterthur oder am 31.3 im gasthaus sonne, zürich.

http://www.trespass.ch


27/02/2006
party news - tim & puma mimi

verspielter electro-pop mit japanischen vocals bieten die zürcher tim & puma mimi. 2004 veröffentlichten sie ihre ersten vier songs «the adventures of tim & puma mimi» als net-release auf alpinechic.net. doch dann musste mimi (michiko hanawa) wieder zurück nach japan, eine stelle in einem lachsmuseum wartete auf sie. djs aus spanien, amerika, österreich und der türkei spielten ihre songs in ihren sets oder im radio. kanal k nahm einen song in die ständige playlist auf. als das live-angebot von m4music 05 kam, rekrutierte tim (christian fischer) die neue japanische Sängerin makiko mori, die seit zwei jahren in basel wohnt, und den drummer marcel weber. prompt folgte die einladung an die biennale nach prag. unlängst veröffentlichten sie nun auch ihre erste ep «the revenge of tim & puma mimi» (alpinechic/recrec). neben fünf original-tracks befinden sich darauf drei remixes von little-big-rec.-produzenten jonas ohrstrom (er heisst tatsächlich so), saalschutz und seelenluft. bei acht songs von beat solèr alias seelenluft spielte tim querflöte, und er begleitete ihn an 40 konzerten von belgrad bis london, paris bis wien.

http://www.partynews.ch


10/02/2006
out-of-space - the revenge of tim & puma mimi

ein konstanter brummbeat, japanischer text, und gameboytöne. so beginnt "jo-hatsu", auf dem cover auch noch in japanischer version geschrieben. es klingt nach abendverkehr und einer kindersendung, mitten in einer grossstadt voller hochhäuser. mimis stimme ist herzig und "anständig fein". ich stelle mir ein zierliches asiatisches mädchen vor. das scheint mimi jedoch nicht zu sein, wenn man das cover anschaut: modisch gekleidet blickt sie uns selbstbewusst an. "blue nor red" bringt mich wieder zurück zur kinderwelt mit einer herzigen kindermelodie. ja, herzig ist jeweils wirklich der passende ausdruck. unterstützt wird diese durch einen technobeat. fie kombination der beiden überrascht irgendwie, es scheint nicht zusammenzupassen, das unschuldige herzige und dieser harte grossstadt-partybeat. die melodie gefällt mir aber und bringt mich gleichzeitig zum lachen. bei "flashlight of yoko ono" geht es um töne, gesteuert mittels lichtsensoren. das sind einfach ca. vier sekunden geräusch, das tim scheinbar mit einer taschenlampe erzeugt. ein lustiges digitales brummen. vielleicht die biene maya im trickfilm? vielleicht kombiniert mit anflugsschwierigkeiten? und schon kommt das vierte lied und damit auch mimis aufforderung: "dance! this is the last song." ist er zum glück noch nicht, aber zum tanzen bewegt er dich schon, der song. ein harter beat, ein beat, der dich automatisch mitreisst, mit sphärischem hintergrund. aber auch das thema computerspiel kommt wieder. diesmal erinnert es mich an toy story. verschiedene technische spielzeuge, die sich zu einem ganzen zusammenfügen. auch eine gewisse hektik kommt dazu. ich glaube, das wort "plastic" herauszuhören. eine welt aus plastik? ja, das würde gut dazu passen. um wieder wegzukommen von dieser toten welt, hört man beim nächsten song dafür wieder natürliches leben: das summen von mimi. vielleicht springt und hüpft sie jetzt gerade fröhlich in einer sommerwiese umher. wieder diese zarte, feine, unbekümmerte mädchenstimme. kirchenglocken kommen dann lustigerweise auch noch dazu. genannt wird das ganze "stairways to heaven, free interpretation".

lange bleibt der beat aber nicht weg; er kommt sogleich wieder zurück, genannt "namida", ein silvercity-bob remix von seelenluft. dazu wieder japanischer gesang - klingt für mich nach einer lustigen fantasiesprache. kurz vor dem schluss geben die zwei auch dem gameboy noch eine chance. ein beat, begleitet von tönchen, die während des computerspiels dafür zuständig sind, dir zu sagen, wie viel wertvolles du schon aufgefressen hast, oder wie viele punkte dir ständig angerechnet werden. vielleicht ein männlein, das im marschtempo, verfolgt vom bösen drachen, von links nach rechts läuft. die zwei nennen es "after party", ein ohrstrom-remix.

um den kreis wieder schön zu schliessen, gibt es zum schluss nochmals ein "jo-hatsu", diesmal ein saalschutz-remix. und hier darf ihr markenzeichen nicht fehlen: die lustige japanische kindermelodie, kombiniert mit hartem beat. eine mischung aus stromgeräusch und fasnachtsglocke. so sitze ich hier, nach den 30 minuten, sehe vor mir immer noch ein japanisches mädchen in rosarotem röckchen in der stube tanzen, mit mäschchen im haar. was mir gefällt an dieser cd, ist die sprache. so lustig, spannend, aber auch befremdend.

das allerbeste ist jedoch das cover. das foto eines plastiksäckleins, gefüllt mit papierstücken, mit fotos der zwei, dazu noch die schrift. der sound selbst ist mir zu hektisch, um ihn zu hause zu hören. tim & puma mimi, die 2004 ihre ersten songs auf www.alpinechic.net veröffentlichten, machen einfach tanzmusik. sie gehören dorthin, wo die party ist, vor allem jetzt, wo man ein jahr lang nicht mehr viel von ihnen gehört hat, und sie uns jetzt ihr "return" vorstellen. kurz gesagt, die platte ist ein krasser mix aus hartem, erwachsenem beat und kindlicher, verspielter naivität. vielleicht auch typisch japanisch? die elektrischen gameboytönchen passen auf jeden fall gut dazu.

http://www.out-of-space.ch


11/01/2006
"the revenge of tim & puma mimi" is album of the week @ finetunes.de!!

the naive and promising world of the swiss-japanese duo tim & puma mimi. or: your port to disport. with remixes by seelenluft, saalschutz, ohrstrom and others.

http://www.finetunes.de


05/01/2006
züritipp - charakterstark

wenn lange entstehungszeit zu grosser kurzweil führt: die naive und viel versprechende welt des zürich-basel- japan-duos tim & puma mimi.

von dominik dusek

es gibt das beliebte klischee vom produzenten elektronischer musik: ein jüngerer bis mittelaltriger herr ohne allzu grossen bewegungsdrang verbringt immens viel zeit vor dem computer, um in von aussen bald nur noch schwer nachvollziehbarer, perfektionistischer detailarbeit die klänge aus seinem kopf zu digitalen soundteilchen zu formen. möglicherweise trifft diese vorstellung auf den zürcher christian fischer tatsächlich zu. zwei richtig neue lieder befinden sich auf der ersten platte seines duos tim & puma mimi, und die produktion dieser sechseinhalb minuten, von der ersten idee bis zu den fertigen songs, dauerte insgesamt ein jahr. für die aufnahme und bearbeitung des zweiten dieser stücke, «blue nor red», brauchte fischer allein drei monate.

das hübsche an der musik von tim & puma mimi ist jedoch gerade, dass man ihr die langfädige entstehung nicht anhört. alles klingt frisch, roher als in vielen elektronischen produktionen üblich, dabei aber eingängig, zugleich skizzenhaft und verspielt. keine dick aufgetragenen effekte sind zu hören, sondern charakterstarke, grummelnde und piepsende sounds. es scheint fischer um das rattern der schaltkreise und eine art nüchterner naivität zu gehen, nicht um werbespot-kompatibilität und geschmackssicherheit.

aber das markanteste an der musik kommt gar nicht von christian «tim» fischer: puma mimi singt die tuckersongs zwischen minimal und elektro-rock auf japanisch. auf «the revenge of tim & puma mimi» sind gleich zwei verschiedene puma mimis zu hören: die ursprüngliche, michiko hanawa, klingt dunkler und direkter, die neue, makiko mori, höher und zurückhaltender. die vinyl(!)-veröffentlichung ist ein schönes sammelsurium von liedern, heiteren Soundeinsprengseln und remixen von seelenluft, ohrstrom und saalschutz. live tritt das duo als trio mit schlagzeuger marcel weber auf.

http://www.zueritipp.ch