press reviews26/11/2007 Tonspion.de - Traumwandlerischer Techno-Pop Der Schweizer Producer Popshop ist ja bekannt für seine Affinität zu poppigen Techno-Tracks. Zusammen mit der Sängerin Stella-Loreen geht er nun konsequenter denn je diese Gratwanderung und hat ein ganzes Album mit ihr aufgenommen. Stella-Loreen war bereits bei früheren Veröffentlichungen von Popshop zu hören. Für das gemeinsame Album "Trust" ist ihr Input allerdings noch stärker in den Mittelpunkt gerückt. Ihr Gesang ist dabei nicht einfach nur eine weitere sanfte Sound-Spur, sondern ein eigenständiges Mittel – "Trust" ist insofern fast ein durchgängiges, elektronisch geprägtes Pop-Album geworden. Hier liegt die Krux. Denn einerseits ist gegen eingängige Techno-/Elektro-Tracks nichts einzuwenden. Zumal Popshops Arrangements gewohnt deep, druckvoll und düster ausfallen. Doch der Pop-Appeal raubt vielen Stücken leider den Biss, so dass sie etwas zu glatt an einem vorbei schweben. Darüber hinaus ist der schwermütige, überbetont feminine Gesang von Stella-Loreen auf die Dauer des gesamten Albums sehr gewöhnungsbedürftig. "Trust" ist definitiv kein schlechtes Album, es ist allerdings auch kein Album, das einen länger begleitet. http://www.tonspion.de 21/11/2007 Out-of-space.ch - Popshop - Trust (mit Stella-Loreen) Während manche Bands ihre Fans schon seit Jahren auf ein neues Album warten lassen, kommen Popshop-Fans heuer schon zum zweiten Mal in den Genuss eines neuen Werkes. Diesmal veröffentlicht Martin Akeret, welcher sich hinter dem Synonym Popshop verbirgt, aber nicht nur unter seinem Namen. Er lässt Stella-Loreen, die schon seit über einer Dekade mit ihm zusammenarbeitet (sie hat ihm bei einigen Alben ihre Stimme aber auch schon in einem Videoclip ihr Schauspieltalent zur Verfügung gestellt hat) die Hälfte der Ehre zukommen. Die Veröffentlichung unter beiden Namen ist aber auch mehr als gerechtfertigt. Die Stimme der Zürcherin prägt das Album beträchtlich. Mal nur sprechend, dann wieder singend kann sie den Songs alle möglichen Stimmungen aufdrücken bzw. bereits vorhandene Stimmungslagen verstärken; manchmal kühl und unnahbar, dann wieder mitreissend, aber immer überaus sexy. Stella-Loreens Gesangskünste begleiten uns durch zwölf Songs, die in den letzten drei Jahren entstanden sind, wobei sich darunter ein Remix des Berners Niels Jensen, eine Live-Version und ein Song in zwei Versionen (Original Mix und Rework) befinden. Da zwei "I've Got Your Dance"-Versionen wegen ihrer grossen Ähnlichkeit eher unnötig sind, bleibt die Frage, ob wegen der grossen Dichte an Popshop-Veröffentlichungen ein bisschen das Songmaterial gefehlt hat oder ob sich Maya Reale, so der bürgerliche Name von Stella-Loreen, und Akeret einfach nicht von liebgewonnenen Versionen trennen konnten. Die Titel sind vor allem dem Genre House zuzuordnen, wobei diese, hier wird wohl auch Akerets Synonym Rechnung getragen, mit einer grossen Prise Pop gewürzt wurden. Der erste Song hört auf den Namen "Trust" und erinnert in seinen besten Momenten an die Musik der Schweden The Knife. Obwohl dieser erste Eindruck des Albums in seiner unnahbaren und kühlen Lässigkeit überaus gefällig ist, hätte man ihn wohl mit Gewinn ein wenig verkürzen können. Der Titeltrack eröffnet mit der Sprechstimme Reales und erinnert hier ein wenig an Madonnas in ihrer "Justify My Love"-Phase. Dieser Song, der an allen Enden hallt, offenbart auch ein erstes Mal die unglaubliche Wandlungsfähigkeit Reales Stimme. Nach einem beschwingten und gut tanzbaren "Wrong" - offensichtlich liebt man kurze Namen - folgt mit einem stampfenden Bass das wunderbare "Run Down", welches von der Stimmung her an Massive Attacks beste Zeiten erinnert. Die melancholische Düsternis wird nur selten durchdrungen und zieht den Hörer vollständig in ihren Bann. Diesem Höhepunkt folgt der plätschernde und friedliche Titel "Sunset", dessen Stärken in Jensens Remix, unter anderem auch mit einer Gitarre, noch verstärkt werden. In der zweiten Hälfte des Albums lassen die Schweizer den Hörer mit den Tanznummern "I've Got Your Dance", wobei hier das Rework besser zu gefallen vermag, und "Thirty Years" mithüpfen, verzaubern ihn mit "Checkmate" und lassen ihn beim zumindest im Refrain schon etwas sehr poppigen "Crashing Waves" weiterskippen. Auch nach "Crashing Waves" bleibt er aber nicht vom Drang, die Bedienung der Stereoanlage zu betätigen, verschont, folgt doch mit dem Duett "Silly" ein sehr starker und hühnerhauterzeugender Song, sodass die "Rew"-Taste zum besten Freund wird. Fazit: Alles in allem handelt es sich bei "Trust" um ein überaus gefälliges und abwechslungsreiches Album und vor allem Stella-Loreens Stimme vermag durchgehend zu bezaubern. Allerdings werden die Besitzer der 05er-iTunes-Veröffentlichung "Connection/Lost" den einen oder anderen Song wiedererkennen. http://www.out-of-space.ch 30/10/2007 Trespass.ch - Popshop und Stella-Loren - Trust Es ist eigentlich mal Zeit geworden, dass Stella-Loreen auf einer Popshop-CD zu sehen ist. Seit 10 Jahren arbeitet die aus Sizilien stammende, in Zürich lebende und eigentlich Maya Reale heissende Künstlerin mit Popshop zusammen, hat in Videoclips ihr strahlendes Lächeln und auf Tonträger ihre glänzende Stimme zur Verfügung gestellt. Die Zusammenarbeit umfasste auch schon Live-Auftritte im Hamburger Click oder im Konstanzer Neuwerk und sind in bester Erinnerung geblieben. Obwohl also Stella-Loreen den Fans vom Pop-Supermarkt längst ein Begriff ist, gab's bisher keine legalen Tonträger davon in den Regalen. Das ist seit dem 19.10.07 eindgültig gewesen. Erhältlich ist "Trust" über den iTunes Musicstore. Die nach "New Bones" bereits zweite Scherbe von Popshop 2007 bietet insgesamt dreizehn Songs, wovon einer live und zwei im Doppel mit Remix, beziehungsweise Re-Work sind (auch noch nie gehört...) Soundtechnisch hält sich Popshop aka Martin Akeret dabei an erfolgreich Überliefertes und erforscht den Bereich zwischen Pop und House weiter. Darüber spielt entweder Stella-Loreen oder Akeret mittels Effekten mit der wunderbaren Stimme. Diese lässt sich hervorragend als tragendes Element gebrauchen oder auch mal in Sprechform mit etwas mehr Kälte. Dann erfährt allerdings das ganze Projekt einen Rutsch in Richtung Electro, den es mit Struktur etwas weniger hat. Jedenfalls dürfte Popshop, sofern nicht schon geschehen, bald einmal einen Award für innovativen House bekommen. Sich auf "Trust" einzulassen kann gefallen - muss aber nicht... http://www.trespass.ch release sheets & press info |