press reviewsMusic.ch - Panda Transport - Plush Mechanique - Beglückt Hinter Panda Transport steckt das französisch-amerikanische Duo Thierry Holweck und Kathy Compton. Sie machen sanftmütigen Synthiepop mit luftigem Frauengesang und deutlichem Bossa-Einschlag. "Plush Mechanique" lebt von Gegensätzen. Die Songs sind harmonisch leicht verschroben und wirken doch geschmeidig und mild. Die Stimme der amerikanischen Jazzsängerin Kathy Compton erinnert stellenweise sehr an Roisìn Murphy. Der synthetische Soundteppich von Thierry Holweck ist eindeutig französischer Herkunft. Ihr Minimal-Elektro-Pop hat einen seidigen Charme. Die entspannte Soundlandschaft wirkt schlicht, der jazzige Einfluss kommt durch die Hintertür. Ein Album wie ein beglückender Sonnenstrahl. www.music.ch Trespass.ch - Panda Transport - Plush Mechanique So gegensätzlich wie Plüsch und Metall sind die amerikanische Jazzsängerin Kathy Compton und ihr französischer Musiker Thierry Holweck. Sie wollte einst Hexe oder Astronautin werden, er ist schlicht wahnsinnig, schreibt die Promo. Das ungleiche Duo präsentiert mit "Pluch mechanique" ein Debut-Album mit Anspruch. In einem Genre, das oft von Künstlichkeit durchzogen oder gar fast dominiert wird, erschaffen Panda Transport menschliche Musik und fordern das Gehör heraus. Feine Zwischentöne wie beispielsweise das Cello in "Back to School" veredlen die ziemlich minimal gehaltenen Eletrotrakcs und bilden - in diesem konkreten Fall - einen dunklen Kontrastpunkt zur hellen Singstimme. Der jazzige Einfluss, den die Singer/Songwriterin Compton einbringt, verschmilzt schon mal mit einem Bossanova, der von sanften Synthi-Piepsern begleitet wird. Akustische Gitarren vermischen sich zärtlich mit elektronischen Elementen und am Mikrofon macht Kathy ihren Berufswunsch Hexe doch noch wahr, wenn sie wie einst Erykah Badu am Rumble in the Jungle zischt wie eine Schlange in Trance. Die relaxte Soundlandschaft ist auf schlichte Melodien und trügerisch komplizierte Harmonien aufgebaut. Entspannung ist für den Hörer aber trotz schon mal komplexen Aufbau jederzeit garantiert! www.trespass.ch Klangschau - Panda Transport - Plush Mechanique Panda Transport ist das amerikanisch-französische Pseudogeschwister-Paar Kathy Compton und Thierry Holweck. Mit brockenhausreifen Laptops und viel Sonnenschein entstand "Plush Mechanique", ein sanftes Synthpop Album mit leichtem Frauengesang und Bossanova-Einschlag. Nichts Neues aus dem Westen zwar, jedoch bergen die harmonischen und leicht kauzigen Songs einen subtilen Charme in sich, der einen heimtückisch um den Finger wickelt. Kathy Comptons Stimme pendelt zwischen Kristin Hersh und Roisìn Murphy und wirkt wie ein warmer Kuss im Nacken oder eine tröstende Hand, die übers Haar streichelt. Menschliche Gefühle kommen somit trotz Synthetik nicht zu kurz. Mit Stücken Wie "Transmission" oder "Paint by numbers" betrachtet man den Sonnenaufgang, zu "Le voile" trinkt man seinen Mittagskaffee, bei "Devil in me" schmust man im Schatten einer Trauerweide, zu "Chapeau" wird diskutiert oder frisiert und zum kühlen, an Client erinnernden "Cosy" über Sein oder Nichtsein sinniert. Die Platte lebt vom minimalen und leicht kauzigen Charakter naiver 08/15-Harmonien. Leider bleibt die Individualität weitgehend auf der Strecke, Überraschungen sucht man fast vergeblich. Panda Transport wollen ihr Tierchen offensichtlich auf den sicheren Schienen des gesitteten Latte Macchiato-Loungepop transportieren. So gondelt der Transporter ohne grosses Geratter und Gepolter durch die Weiten des Landes und hinterlässt lediglich ein bisschen aufgewirbelten Staub und die Schienen, auf welchen schon so mancher Zug den selben Weg nahm. Ich persönlich erfreue mich über die bunte Zugsfassade und warte in der Sonne auf den nächsten. www.klangschau.com Out-of-space.ch - Panda Transport - Plush Mechanique Im ersten moment klingts sehr simpel: Geradlinige Bassdrum, Snares, eine einfache Basslinie und ein bisschen Gitarre. Darüber Gesang. Und der Gesang ist konsequent nicht ganz sauber gesungen. Und dennoch... Auch Track numero zwei ist wieder sehr simpel, auch hier der zweistimmige Gesang nicht ganz harmonisch. Ergänzt wird der Track später mit Cello (-Sample?). Aber trotzdem... Was sich durch das ganze Album zu ziehen scheint, sind Einfachheit, immer wieder neue Instrumente wie Cello oder Flöte und nicht ganz saubere Intonation, sowohl beim Gesang als auch teilweise bei Instrumenten. Aber dennoch... Immer wieder "aber dennoch...". Denn die Songs haben etwas Anziehendes, das sich nicht einfach beschreiben lässt und scheinbar etwas mit den oben genannten Attributen (Einfachheit, Überraschung und Intonation, d.h. fehlende) zu tun hat. Die Einfachheit macht das ganze ein wenig infantil, passend zu dem ein wenig kindlichen Cover des Albums. Die Überraschungen kommen in fast allen Tracks in Form einer Auflösung dieser Einfachheit, z.B. durch hinzufügen eines ausfüllenden Instrumentes oder einen durchgängigen Beat. Das dritte Attribut, die fehlende Harmonie beim Gesang und teilweise auch bei Instrumenten, ist das Merkwürdigste. Jemanden mit dem absolutem Gehör könnte dies in den Wahnsinn treiben, aber irgendwie sorgt es für eine spezielle Unreinheit. Wenn man die üblichen Schubladen für die Musik verwenden müsste, würde man die mit Electro, Trip Hop, Bossa Nova, Post-Irgendwas oder (ruhigem) Sowieso-Clash verwenden. Tatsächlich ist es schwierig, Vergleiche zu ziehen, wobei Trip Hop die Sache wohl relativ gut trifft. Mit meist eher ruhigen bis witzigen Texten ("I asked a ladybug, why do you walk when you could fly, my friend" - Track "Paint By Numbers"). Alles in allem werde ich aus dem Album nicht ganz schlau. Es mag mich momentan faszinieren, seine simple, kindliche (und irgendwie französische) Art wird mir in Zukunft sicher in manchem Moment genau richtig kommen. In manchen Momenten aber auch sicher nicht. Der überraschende Einsatz einer Flöte im sehr schönen Song "Le Voile" ist zum Beispiel ein Highlight auf dem Album. Weitere empfehlenswerte Songs sind "Cosy" mit seinem Talk-Box-Refrain und seinen glasigen Sounds, oder "Back To School" mit dem (pseudo?-) Cello. Und nun soll ich ein Urteil über ein Album abgeben, bei dem ich nicht nur nicht weiss, wieso es mir gefällt, sondern mir nicht mal wirklich sicher bin, ob es mir gefällt? Daher mein Urteil: Selbst reinhören. Freunde von Air und anderer unbeschwerter französischer Musik sowieso. Meine Bewertung: 7/10 Sterne für all die Schlichtheit und die Überraschungen. www.out-of-space.ch release sheets & press info |